Ein 3-Generationen-Projekt
Drei Astronomen, an denen die Zeit nicht spurlos vorbei gegangen ist.
In den Jahren 2007 bis 2010 mussten wir unsere Tätigkeit beruflich bedingt vorübergehend einstellen.
Unser Equipment und unseren Beobachtungplatz haben wir aber behalten. Und irgendwie wird uns die Sehnsucht und die Erinnerung an oft kalte, aber wunderschöne Beobachtungsnächte wieder packen.
Nach wie vor sehen wir in unserer Amateurastronomie im Vordergrund den sportlichen Charakter: Wir wollen unsere Objekte noch selbst auffinden. Das bleibt.
Die Neugier treibt uns nun weniger, denn uns ist klar, was unsere Instrumente zu leisten vermögen. Faszinierende Aufnahmen finden wir zuhauf im Internet. Wer jedoch Jupiter, Saturn oder den Orionnebel einmal durch das "magische Rohr" gesehen hat, weiß, dass diese Art der Beobachtung doch noch etwas hat, was Hochglanzaufnahmen nicht vermitteln können.
Vielleicht gelingt uns in Zukunft das ein oder andere Foto, welches wir einstellen wollen.
Finanziell werden wir uns nach anderen Zielen ausstrecken müssen. Berufliche Aus- und Weiterbildung kostet Geld, sind aber notwendig und vorrangig. Außerdem haben`s uns die Berge angetan und dasTauchen und...
Danke allen, die uns in den Jahren immer mal wieder bei uns vorbeigeschaut, eine kurze Nachricht hinterlassen haben und denen wir mit dieser Homepage eine kleine Freude machen konnten. Ihr habt uns auch ermutigt, weiterzumachen.
02.07.2011 - Manchmal denken wir, dass es ganz gut war, dass die astronomische Beobachtungen eher an den "Rand" gerückt sind. Es gibt nur wenige Tage im Jahr, die den Ansprüchen an optimale Bedingungen genügen.
Viele Objakte haben wir mit eigenen Augen durch`s Fernrohr gesehen, bei besten Bedingungen. Das waren echte Erlebnisse, hatten wir sie doch nur allein durch die Zuhilfenahme von Sternkarten gefunden. Mit solchen Eindrücken steigen aber auch die Anspüche. Man wägt ab, wann sich das Beobachten lohnt. Da bieten sich nur wenige Tage im Jahr an.
Dennoch: Es bleibt das meditative Moment, welches der Beobachtung des Sternenhimmels innewohnt. Allerdings ist es immer mehr mit weniger Aufwand verbunden. So rückt die Astrofotografie zwangsläufig in den Hintergrund. Es gibt im Internet tolle Astrobilder, von Laien erstellt. Wir wissen, welch ein Aufwand (finanziell, zeitlich und auch vom Know-How her) dazu notwendig ist.
Für Interessierte: Wie wir zur Astronomie kamen
Zur Astronomie kamen wir gemeinsam. "Der Vater" musste abends oft mal auf "den Sohn" und die anderen beiden Geschwister aufpassen. Nachdem die Fernsehkanäle zur Beschäftigung eher ungeeignet erschienen und Bücher nicht ständig gelesen werden, entschlossen wir uns irgendwie in dem Jahr, bevor der Komet Hale Bopp am Firmament auftauchte, mit dem Sternenhimmel zu beschäftigten.
Wir hatten beide anfangs "null Ahnung" und mussten uns irgendwie mit der Materie vertraut machen. Auch der dritte im Bunde, unser Senior, "Opa" Hans, zeigte Interesse und schenkte uns ein Teleskop. Es war das Kosmos 60. Mit ihm machten wir auch unsere ersten Entdeckungen und erlebten auch unseren ersten Astrofrust (die Montierung!). Allerdings war unser erster "Reiseführer" am Himmel der "Karkoschka", mit dem man schließlich doch einige Sterne benennen konnte und sich damit eine grobe Übersicht des Sternenhimmels erarbeiten konnte. Sirius, Orion, die Plejaden, Zwillinge und Stier waren die Sternbilder, die von uns wiedererkannt wurden.

Zu dieser Zeit wurden auch Vorträge an der VHS Bayreuth über Astronomie angeboten. Die Mischung aus Diavorträgen und Beobachtungen mit einem 150mm-Refraktor waren für uns sehr beeindruckend. Außerdem lernten wir dort einen Menschen kennen, der uns beide heute noch begleitet und der uns wegen seines Fachwissens und Interesses stark beeindruckte: Heinrich Vogel. Mit ihm zusammen erlebten wir später tolle Beobachtungsabende und vertieften uns immer mehr in das Hobby Astronomie.

Unser erstes "besseres" Teleskop war das ETX 90 von Meade, damals wegen seiner Leistungsfähigkeit (in Bezug zur Größe) in der Firmenwerbung hoch gelobt. Wir ließen uns beeindrucken und legten die erste "stolze" Summe an. Das ETX begleitet uns übrigens noch heute und liefert je nach Einsatz durchaus befriedigende Ergebnisse. Es ist ein ideales Reiseteleskop. Mit ihm entstanden auch die ersten Astrofotos (Komet Hale-Bopp).
Das Hobby Astronomie ist eigentlich immer wieder in Gefahr, aufgegeben zu werden. Es erfordert einen durchaus nicht zu vernachlässigenden Zeitaufwand und bringt natürlich auch einiges an Frust (mit den Geräten, mit dem schmalen Geldbeutel, mit dem Material, mit dem Wetter, mit den eigenen Erwartungen. mit den Temperaturen im Winter,...) mit sich. Dennoch: es ist eine wunderschöne Freizeitbeschäftigung, die einen immer wieder gefangen nimmt.
In den Jahren 2008 und 2009 allerdings konnte es vor allem wegen schulischen, beruflichen und anderen Gründen nicht mehr im Vordergrund stehen. Das macht überhaupt nichts, denn wir hoffen, dass jetzt die "Zeit danach" gekommen ist, obwohl wir beruflich getrennt sind. So freuen wir uns wieder auf interessante Beobachtungsnächte. Die Beobachtungsplattform bei Creußen ist grob eingerichtet (gepflastert).

So soll`s weiter gehen: Mit unseren Geräten wollen wir vor allem auch wieder visuell beobachten und nicht mehr so viel Geld investieren.
Ein Wunsch wäre trotzdem eine stabilere und zuverlässigere Montierung. Mit dem GSO 250 erschließt sich uns auch die "Welt" der Galaxien und schwächeren Gasnebel. Das GSO 150 (gebraucht erstanden) dient auf der EQ3 zur Astrofotografie. Im Keller steht eine EQ6, die hoffentlich im Winter 2009/10 zum Einsatz kommen kann. Fotos wollen wir auch wieder einstellen, allerdings werden wir nicht zu Höchstleistungen drängen. Das Natur- und Gemeinschaftserlebnis, das gemeinsame Entspannen soll in den Vordergrund.

Oft genügt das bloße Auge und vielleicht ein Fernglas aber vor allem ein nachtschwarzer Himmel, um für den Augenblick (den Abend) und einige Tage darüber hinaus "satt" zu werden. (Oben: Wintersternenhimmel über der Neubürg)
Rafael und Robert Koch
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